Was ist der Business Model Canvas?

Alexander Osterwalder entwickelte im Jahr 2004 den “Business Model Canvas” im Rahmen seiner Dissertation an der Universität Lausanne (2004) als Gerüst zur Beschreibung und Design von Geschäftsmodellen.  Zu seiner Überraschung wurde diese Dissertation nicht nur in akademischen Kreisen begeistert aufgenommen sondern auch in der Grossunternehmen und Startups intensiv diskutiert. Alexander wurde daraufhin als Coachund Unternehmer in diesem neuen Feld aktiv und veröffentlichte im Jahr 2010 seine gesammelten Erkenntnisse im Bestseller “Business Model Generation“.

Osterwalder verbindet dabei viele Elemente des Design Thinking Prozess (z.B. für das Brainstorming möglicher Geschäftsmodelle) mit der Nutzung des Canvas. Eine kostenfreie Vorschau-Version des Buches (Englisch) beinhaltet das komplette Einführungskapitel und bietet somit einen guten Vorgeschmack.

Buch “Business Model Generation” von Alex Osterwalder
Buch “Business Model Generation” von Alex Osterwalder

Der Business Model Canvas liefert das Gerüst zur Beschreibung jedes denkbaren Geschäftsmodell. Ohne ein solches Gerüst (oder Framework) fällt es wie erwähnt sehr schwer ein Geschäftsmodell einheitlich zu beschreiben.

Elemente des Business Model Canvas

Folgende Illustration zeigt die 9 Elemete des Business Model Canvas, welche wir im folgenden erläutern wollen.

Elemente des Business Model Canvas Quelle: Business Model Generation / JAM Visual Thinking
Elemente des Business Model Canvas
Quelle: Business Model Generation / JAM Visual Thinking

 

Die Elemente werden dabei typischerweise von rechts nach links diskutiert:

  1. Customers: Zielgruppe(n) (Welche Kunden bedienen wir? Welches Problem wollen diese Kunden lösen?)
  2. Customer Relationships: Kundenbeziehungen (Welche Beziehung pflegen wir zu den Kunden? Was tun wir für den Aufbau, Pflege und Erweiterung der Beziehung?)
  3. Channels: Vertriebs- und Kommunikationskanäle (Auf welchem Weg erreichen wir die Kunden? Was sind die besten Berührungspunkte?)
  4. Value Proposition: Kundennutzen und -mehrwert (Welchen Service/Nutzen bieten wir dem Kunden? Welchen Mehrwert bieten wir dem Kunden?)
  5. Key Activities: Schlüsselaktivitäten (Welche Aktivitäten müssen wir für unsere Leistung durchführen?)
  6. Key Resources: Ressourcen (Auf welchen Ressourcen baut die Leistung maßgeblich auf?)
  7. Key Partners: Schlüsselpartner und -lieferanten (Mit wem arbeiten wir maßgeblich zusammen?)
  8. Revenue: Einnahmequellen (Was sind unsere Kunden bereit zu bezahlen? Wie bezahlen die Kunden?)
  9. Costs: Kostenstruktur (Welche Kosten fallen an? Was sind die Kostentreiber?)

Eine hochauflösende PDF-Version zum Ausdrucken ist kostenlos verfügbar, alternativ kann man auch bei Stattys fertige Poster bestellen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.